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16 Blocks (Special Edition, Steelbook) May 29, 2008

Filed under: 16 blocks movies — admin @ 6:51 am

16 Blocks (Special Edition, Steelbook)

VideoMarkt
Nur ganze sechzehn Blocks soll der desillusionierte New Yorker Cop Jack Mosley den geschwätzigen Eddie Bunker von der Polizeizelle in den Gerichtssaal bringen. Wo der Kleinganove gegen einen Haufen korrupter Polizisten aussagen will - was diese mit allen Mitteln zu vereiteln suchen. So beginnt eine wilde Hetzjagd durch die Straßenschluchten des “Big Apple”, in dessen Verlauf sich die beiden ungleichen Partner wider Willen zusammenraufen müssen, wenn sie den Kugelhagel überleben wollen.

VideoWoche
Routinier Richard Donner (”Lethal Weapon”) kennt sich wie “Stirb langsam”-Star Bruce Willis mit großen Explosionen, dicken Waffen und wuchtigen Bildern bestens aus. Die Charaktere, neben Willis agiert Rapper Mos Def, wurden sogar noch mit ein wenig Seelenleben versehen, obwohl alles in Echtzeit abläuft. Die hinlänglich bekannte, temporeiche Handlung erhält durch schnelle Schnitte im MTV-Stil zusätzliche Rasanz und macht den Film für alle Fans von “Midnight Run” bis “48 Stunden” unbedingt sehenswert.

Blickpunkt: Film
Treffen der Haudegen - der Macher der ‘Lethal Weapon’-Reihe trifft den Star der ‘Stirb langsam’-Trilogie: Richard Donner inszenierte ein klassisches Copdrama mit einem famos aufspielenden Bruce Willis.

Für die erste Zusammenarbeit der alten Hasen im Actiongeschäft wurde nach einem Drehbuch von Richard Wenk gearbeitet. Die Story ist an Clint Eastwoods ‘Der Mann, der niemals aufgibt’ (1977) angelehnt. Darin musste der maulfaule Detective Ben Shockley ein quasselndes Callgirl zur Zeugenaussage von Las Vegas nach Phoenix eskortieren und dabei eine Horde Cops abschütteln. In der Neuvariante gilt es für den wortkargen NYPD-Detective Jack Mosley einen plappernden Kleinkriminellen zur Zeugenaussage gegen korrupte Polizeikollegen ins 16 Straßenblocks entfernte Gerichtsgebäude zu bringen. Die zu bewältigende Entfernung und der Zeitraum (knapp zwei Stunden: ein Realzeit-Szenario) mögen im Vergleich zu Eastwoods Klassiker zwar geschrumpft sein, doch an spannenden Actionkonfrontationen mit den Widersachern mangelt es nicht. Interessant ist vor allem auch die Figurenzeichnung der Protagonisten, deren Schwarz-Weiß-Kontrast sich nicht nur auf ihre Hautfarbe beschränkt. So ist der dahinhumpelnde Mosley in jeder Hinsicht müde: sowohl körperlich als auch mental. Angegraut und bierbauchig ertränkt er seinen Lebensfrust schon morgens in Alkohol. Nur widerwillig gehorcht er dem Befehl, den jungen Gefängnisinsassen Eddie Bunker (Rapper Mos Def), der von einer eigenen Bäckerei träumt, zum Gericht zu transportieren. Für den verkaterten Mosley ist die Nervensäge nur mit einem hochprozentigen Getränkestop im Eckladen zu ertragen. Der im Auto wartende Eddie wird deshalb fast erschossen, was Mosley in letzter Sekunde verhindern kann. Zu Fuß begibt er sich mit seinem Schützling in seine Stammkneipe, wo bald sein alter Partner Frank Nugent (David Morse effektiv als Bösewicht mit Babyface) samt Anhang aufkreuzt und ihm Eddie ‘abnehmen’ will. Doch im verbittert-gleichgültigen Mosley regt sich das Gewissen, und er wendet sich gegen die Kollegen. Eine wilde Hatz durch die Straßen, Keller, Dächer und Apartments Manhattans (tatsächlich gedreht wurde in Toronto) und in einem Bus beginnt.
Zwischen Willis als Straight Man und Mos Def als Sidekick-Rolle entwickelt sich eine glaubwürdige Buddy-Chemie. Als Aufhänger dient dabei das Motto, dass sich jeder zum besseren ändern kann. Dies ist auch für Regisseur Donner relevant, der zuletzt wenig Lob für den Zeitreise-Actioner ‘Timeline’ erhielt. Bei ‘16 Blocks’ hält er ein straffes Tempo aufrecht, ohne auf Schnittspirenzchen zurückzugreifen. Stattdessen werden durch solide Machart und die farbentsättigten Bilder Genreklassiker wie ‘Prince of the City’ und ‘Serpico’ evoziert. So gelungen mag dieses Actiondrama im Oldschool-Stil zwar nicht sein, doch überzeugt es als geradlinige und kurzweilige Unterhaltung für Erwachsene. ara. (more…)